Wirkungsanalysen des alpenquerenden Verkehrs am Gotthard

Aus aktuellem Anlass möchten wir an dieser Stelle von einem aktuellen Projekt berichten, welches einen guten Einblick gibt, welche verkehrlichen Untersuchungen mit unserem Mobilitätsmodell möglich sind.

Im Auftrag des Vereins "Nein zur zweiten Gotthardröhre" haben wir die verkehrlichen Auswirkungen einer möglichen Zunahme des alpenquerenden Güterverkehrs untersucht. Als Basis der Studie dient das aktuelle Senozon Mobilitätsmodell der Schweiz 2015, welches durch Fahrten im Güterverkehr erweitert wurde. Die Verkehrsentwicklung im Vergleich zu 2015 wurde für drei verschiedene Szenarien untersucht:

  • Szenario «Basis 2035»: Zunahme des Güterverkehrs um +40% bis 2035, basierend auf der Prognose des Bundes bei einer 2-streifigen Verkehrsführung am Gotthard-Strassentunnel.
  • Szenario «Gotthard Plus 2035»: Basierend auf den Annahmen des Auftraggebers wurde die Situation mit einer 4-streifigen Verkehrsführung am Gotthard und einer Verdoppelung auf 2 Millionen alpenquerende Lastwagen in der Schweiz pro Jahr untersucht.
  • Szenario «Verfassung 2035»: Reduktion auf 650'000 alpenquerende Lastwagenfahrten gemäss dem Alpenschutz-Artikel, basierend auf dem in der Verfassung festgeschriebenen Ziels der Verlagerung des alpenquerenden Schwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene.

Die genauen Auswirkungen und Resultate können im mittlerweile veröffentlichten Projektbericht (PDF, 1 MB) nachgelesen werden.

Erstellt am 25. Januar 2016